Shodown in Esslingen
Dieser Teil des Textes wird auf der Hauptseite angezeigt. Nach einem, nun seit einer Woche nicht abreissen wollenden Bombardements von Telefonanrufen und Mailanfragen, sehe ich mich nun also genötigt, eine öffentliche Stellungnahme und Einschätzung zu den Vorkommnissen beim Esslinger Straßenfest vom letzten Montag ins Netz zu stellen. Dies erfolgt nicht zuletzt, um meinerseits AB, Speicherplatz und Nervenkleid vorsorglich zu entlasten.
Zunächst und was wohl jeder weiss:
1. Nicht erst seit den viel beachteten Strassenfights in Bönnigheim, Ilsfeld und Markgröningen in den Jahren 2003 - 06 dürfte klar sein, dass die "City Boys Esslingen" und die "Hombres Locos Crew" aus dem Grossraum Heilbronn eine tiefe Rivalität verbindet. Bereits 2001 klatschten Streetfighter der HLC am Bahnhof Bietigheim-Bissingen einigen City Boys derart auf die Fresse, dass diese erst ein Jahresquartal später aus Lethargie und Fassungslosigkeit erwachten und der HLC einen "schonungslosen und über alle Maßen radikalen Bandenkrieg" in Aussicht stellten.
2. das diesjährige Esslinger Strassenfest wurde von beiden Seiten als Austragungsort und -datum anfavorisiert. Es war also klar, dass es hier bitter knallen würde.
Die folgenden Schilderungen der Geschehnisse basieren auf Aussagen von Boys beider Parteien, die mit in die Kampfhandlungen verwickelt waren, sowie drei unparteiischen Girls(, Freundinnen von Mitgliedern der Hausener Vatos Locos Sisters, die der HLC Überlandshilfe für diesen Fight zugesichert hatten).
Bereits gegen 19.00 Uhr kam es am zentralen Busbahnhof in Esslingen zu kleineren Scharmützeln, auf die nicht weiter eingegangen werden muss. Angetrunkene VL-Sisters sollen ausserdem am frühen abend einen griechischen Grillstand auseinander genommewn haben. Um 21.00 Uhr gings dann zur Sache. Den unfreiwilligen Zuschauern bot sich ein unausgeglichener, etwa halbstündiger Fight. Esslingen hatte wohl für heute noch mal alles mobiliert und gerade in den ersten zwei Reihen sah man viele bekannte Gesichter. Für mich jedoch auch bemerkenswert, dass erstaunlich viel Nachwuchs auf Esslinger Seite beherzt in das Geschehen mit eingriff. Die HLC hatten dagegen defintiv einen dünnen Auftritt. Alte Haudegen wie Robinsky, Turner und Hasselhoff trafen vöölig verspätet am Austragungsort ein und waren durch ihren über alle Maßen alkoholisierten Zustann auch dann nicht in der Lage ihre Truppe zu stabilisieren, im Gegenteil: Turner soll ein ums andere Mal völlig sinnlose Ausfälle im Alleingang gestartet haben und nur mit Mühe und unter großen physischen Entbehrungen gelang es seinen Mitstreitern ihn jeweils wieder rauszuhauen. Robinsky verzettelte sich ebenfalls total, griff aus Versehen eigene Leute an und misshandelte um 23.40 einen fünfzehnjährigen Unbeteiligten. Aussagen zufolge soll sich Hasselhoffs Einsatz darauf beschränkt haben, geklautes Bier zu trinken, mit leeren Bierdosen zu schmeissen und über den fehlenden Kampfgeist der Vatos Locos Sisters zu mäkeln (Von wegen, es wär ne Schande Mädels für sich boxen zu lassen, die wärn eh alle hässwlich, er hat kein Bock mehr, usw.)Es kam wiees kommen musste: Die Heilbronner konnten die R%eihen nicht dicht halten, der rechte Flügel brach ein und man trat eine heillose Flucht an. Vereinzelte Fighter versuchten sich noch zu stellen, wobei es in Folge zu unschönen Szenen kam. Die Heilbronner schmissen mit allem, was sie in die Hände bekamen: Flaschen, Imbissbudebeinrichtung und sogar mit Vatos Locos Sisters (was auch in Ausnahmezuständen ein absolutes Tabu sein sollte. Ey hallo, gehts noch???!!!!)
Fazit: Esslingen hat das Ding für sich entschieden. Gute Fighter, guter Zusammenhalt und top motiviert. Klasse Mischung aus Old- und Newschool. Heilbronn schlecht wie nie: Unkoordiniert, sturzbetrunken und unverzeihlichle Strategiefehler. Und auch was die sportliche Haltung angeht: lange nicht so viel beschämende Dinger erlebt. Sorry Jungs, ihr wart echt mal erste Sahne und ich hab immer gedacht, ihr bräuchtet euch nirgendwo verstecken, aber das Ding war nix. Bin gespannt, ob sich Heilbronn davon in nächster Zeit (wenn überhaupt) erholt.
Gruß Fabi